Programm
Freitag, 22. Oktober 2021, 19.30 Uhr
Erstaufführung der Originalversion
Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, (restauriert in 4K)
M. KLEIN

Paris, Januar 1942: Für den zynischen Elsässer Kunsthändler Robert Klein (Alain Delon) ist die Besetzung durch die Nazis eine einzigartige Geschäftsmöglichkeit. Denn die Erbstücke der vor der Besetzung fliehenden Juden bringen ihm profitablen Umsatz. Als eines Tages eine jüdische Zeitung – fälschlicherweise, so denkt er – an ihn zugestellt wird, bemerkt er, dass ein jüdischer Widerstandskämpfer in den Untergrund abgetaucht ist und seinen Namen benutzt. Klein begibt sich auf die Suche nach seinem Doppelgänger, denn die Polizei bezweifelt seine Geschichte und er gerät ins Visier der Behörden.

Mit „M. Klein“ schuf Joseph Losey einen mehrfach preisgekrönten Politthriller und Klassiker des Doppelgänger-Paranoia-Genres – ein zeitloses Meisterwerk, das 1977 den César für den Besten Film, die Beste Regie und das Beste Produktionsdesign gewann. In der kafkaesken Parabel über Identität, Besessenheit und die Schuld des Einzelnen am Überleben des Faschismus glänzt Jeanne Moreau an Alain Delons Seite, für den „M. Klein“ zu einer karrierebestimmenden Rolle wurde.

Polittriller
4K-Restaurierung
Frankreich/Italien 1976
Regie: Joseph Losey
Drehbuch: Franco Solinas
Kamera: Gerry Fisher
Mit Alain Delon, Jeanne Moreau, Francine Bergé, Juliet Berto

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Trailer zum Film (Quelle: youtube)