Vorschau
Freitag, 16. Juni 2023, 20.00 Uhr
Deutsche Fassung
FRIEDEN, LIEBE UND DEATH METAL
Originaltitel: Un año, una noche

Es ist der 13. November 2015, der Tag der Anschläge auf die Konzerthalle Bataclan, in dem 89 zumeist junge Menschen von drei Attentätern des Islamischen Staates ermordet wurden. Der Film des spanischen Regisseurs Isaki Lacuesta basiert auf dem Buch eines Überlebenden, ”Paz, amor y death metal” von Ramón González, ist aber keine Rekonstruktion der Ereignisse. Der deutsche Filmtitel und jener der Buchvorlage bezieht sich auf die Rockband, die an diesem Abend im Bataclan auftrat: ”Peace, Love, Death Metal” hieß das erste Album der Eagles of Death Metal.
Es ist ein Film über den Terror nach dem Terror, den Terror, der andauert, wenn der Rest der Welt weiterzieht. Die Kamera ist nah dran an den beiden Hauptfiguren. Sie zeigt die Verstörung und Verdrängung, zeigt Panikattacken und Routinezwang, Alkoholrausch, Galgenhumor und verzweifelte Versuche, zurück ins Leben zu finden.

Isaki Lacuesta: ”Ich arbeite seit zwölf Jahren an einem Projekt über ETA und darüber, wie das Ende des Terrorismus die baskische Gesellschaft verändert hat, und ich habe nicht geschafft es irgendwie umzusetzen. Aber gelernt habe ich dabei, dass es keine Einheitspsychologie des Opfers gibt. Jeder Mensch ist eine Welt für sich und jeder geht anders mit den Erinnerungen um.

”Atemberaubende Intensität” (Der Tagesspiegel). ”Eine herausragende Pervormance” (El Español). ”Schon jetzt ein Meisterwerk” (El Periódico). Ausgezeichnet mit dem Preis der Ökumenischen Jury bei der Berlinale 2022, Preis für die beste Regie an Regisseur Isaki Lacuesta bei den Días de Cine Awards 2023, Preis für das beste Drehbuch und für den besten Schnitt bei den Goya Preise 2023.

Mit Noémie Merlant (Les Olympiades), Nahuel Pérez Biscayart, Quim Gutiérrez, Alba Guilera, Natalia De Molina
Regie: Isaki Lacuesta
Drehbuch: Isa Campo, Isaki Lacuesta, Fran Araújo
Prodiktion: Ramón Campos, Jérôme Vidal, Julien Naveau
Kamera: Irina Lubtchansky
Musik: Raúl Refree
Spanien, Frankreich 2021

120 Min

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Trailer zum Film (Quelle: youtube)